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18. March 2015

Foto: ©Gisela Peter, pixelio.de

Mit etwa 8 Mio. Opfern jährlich ist das Rauchen die häufigste vermeidbare Todesursache weltweit. Tabakkonsum kann zudem zahlreiche gravierende Erkrankungen auslösen, z.B. Herzinfarkte, Diabetes, einige Krebsarten oder die schwere Lungenerkrankung COPD (chronisch-obstruktives Lungenemphysem).

Seit einigen Jahren sind nun elektrische Zigaretten auf dem Markt, die ein gesünderes Rauchen versprechen. Doch was ist dran an dieser Behauptung?

Die elektrischen Modelle funktionieren über das Verdampfen einer Flüssigkeit („Liquid“), die sich in einer Kartusche an der E-Zigarette befindet. Über das Mundstück wird der Qualm eingeatmet. So werden die üblichen gesundheitsschädlichen Verbrennungsprodukte und Zusatzstoffe beim elektrischen Rauchen vermieden. Das ist auch der Grund, warum die Hersteller mit der „gesunden E-Zigarette“ werben. Doch die trendigen E-Glimmstängel sind alles andere als gesund, warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Den meisten Liquids ist Nikotin beigesetzt, das als Nervengift schnell zur Abhängigkeit führt und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei den NutzerInnen erhöht. Zudem kann es in zu hoher Dosis oder bei versehentlichem Verschlucken zu gefährlichen Vergiftungen kommen. Neben dem Nikotin enthalten die Liquids noch weitere bedenkliche Stoffe, etwa Propylenglycol, Glycerin sowie  Duft- und Aromastoffe, die zum Rauchen verführen sollen. Das Propylenglycol verursacht aber schon bei kurzfristigem Einatmen Reizungen der Atemwege und Beeinträchtigungen der Lunge. Die Langzeitfolgen der Liquids auf die Gesundheit der AnwenderInnen sind noch nicht bekannt. Einige stehen aber im Verdacht, krebsfördernde Stoffe freizusetzen. Unklar ist aktuell auch noch, wie sich der Qualm von elektrischen Zigaretten auf die Passivraucher auswirkt, also auf die Mitmenschen in der Umgebung. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt daher, die E-Zigaretten nicht zu verharmlosen: Sie sollten wie die Tabakprodukte nur in Raucherbereichen angewendet werden, um das Umfeld zu schützen.

Auch zur Raucherentwöhnung sind die elektrischen Modelle ungeeignet, obwohl die Hersteller heftig damit werben. Studien belegen, dass RaucherInnen mit der E-Zigarette nicht weniger rauchen als zuvor mit Tabakprodukten.

E-Zigaretten stellen also keine harmlose Alternative zur herkömmlichen Papierzigarette dar.

 Weitere Informationen findet ihr in einem Artikel unserer Zeitschrift „Gute Pillen – Schlechte Pillen“: Einstieg statt Ausstieg aus der Sucht. 

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